für detaillierte Informationen zu unserer Therapie für Tinnitus.
Der Begriff Tinnitus (lat. „das Klingeln der Ohren“) bezeichnet ein Symptom / Syndrom, bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine äußere für andere Personen wahrnehmbare Quelle besitzen.
Der Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr wirkt, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion. Der Höreindruck des Tinnitus hat also nichts mit dem Schall in der Umgebung des Patienten zu tun. Die Art der scheinbaren Geräusche ist sehr vielfältig. Man fasst unter anderem folgende akustische Eindrücke unter dem Begriff Tinnitus zusammen:
Brumm- oder Pfeiftöne
Zischen
Rauschen
Knacken oder Klopfen
Das Geräusch kann in seiner Intensität gleichbleibend sein, es kann jedoch auch einen rhythmisch-pulsierenden Charakter haben. Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das denselben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht.
Das Thema Tinnitus ist mit vielen Missverständnissen behaftet. Häufig wird der Fehler begangen, den Tinnitus als eigene Krankheit zu betrachten. Da er aber oft ein Symptom einer anderen Krankheit ist, verstellt diese Betrachtungsweise oft den Blick auf mögliche Ursachen. Wegen der Vielfältigkeit der Ursachen und der Verschiedenartigkeit des Auftretens wird von einigen Wissenschaftlern die Einordnung als Syndrom favorisiert. Gegen die Einordnung als eigenständige Krankheit spricht auch eine Studie, dass 93,75 % aller teilnehmenden, hörgesunden Probanden in einem schallisolierten Raum nach 5 Minuten über Tinnitus klagten.
Etwa 10–20 % der Bevölkerung sind von Tinnitus dauerhaft betroffen, knapp 40 % stellen zumindest einmal im Leben ein derartiges Ohrgeräusch fest. Etwa ein Drittel aller älteren Menschen gibt an, ständig Ohrgeräusche wahrzunehmen. Der Beginn der Krankheit liegt typischerweise zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Tinnituspatienten laut Meinung einiger Autoren in den westlichen Industrieländern stark gestiegen. Man spricht daher in Deutschland mitunter von einer Volkskrankheit. Ob die Zahl der Erkrankungen allerdings tatsächlich angestiegen ist oder ob sich lediglich die Zahl der Patienten erhöht hat, die ärztliche Hilfe suchen, ist umstritten.
Bei der Akupunkturbehandlung (Akupunkturtherapie) unterscheidet man zwischen Akupunkturpunkten und Meridianen. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Durch das Einstechen der Nadeln wird der Fluss des Qi (Chi) beeinflusst. Die traditionsgemäß verwendete Maßeinheit für das Aufsuchen von Einstichpunkten ist das Cun, das sich von der Breite des Daumens der akupunktierten Person ableitet.
Die Akupunktur (Akkupunktur) gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur (Akkupressur). Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.
Das Konzept der Ohrakupunktur (auch Auriculotherapie genannt) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. 1954 berichtete er erstmals in der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur über seine Erfahrungen und stellte 1961 seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte, und diese auch nur selten, verwendet. Daneben besteht noch das Konzept der koreanischen Handakupunktur, bei der die Meridiane fast komplett auf den Händen abgebildet sind, sowie das der Schädelakupunktur mit Abbildung der Meridiane auf dem Schädel. Ähnliche Vorstellungen stecken auch hinter der Fußakupunktur.
Die überregionale WHO-Expertenkommission stellte folgende Liste von Krankheiten auf, welche für eine Akupunkturbehandlung indiziert sind.
(WHO-Guidelines on Basic Training)
Obere Luftwege: akute Sinusitis, akute Rhinitis, grippaler Infekt, akute Tonsillitis Untere Luftwege: akute Bronchitis, Asthma bronchiale (besonders effektiv bei Kindern und Patienten ohne anderen komplizierten Krankheiten) Augenkrankheiten: akute Konjunktivitis, Retinitis, Myopie (bei Kindern), Katarakt (ohne Komplikationen) Erkrankungen des Mundes: Zahnschmerzen, Schmerzen nach Zahnextraktion, Gingivitis, akute und chronische Pharingitis Gastro-intestinale Erkrankungen: Krämpfe des Oesophagus und des Mageneinganges, Singultus, Gastroptosis, akute und chronische Gastritis, Hyperacidität des Magens, akutes Ulcus duodenale (Schmerzbehandlung), akutes Ulcus duodenale (ohne Komplikationen), akute und chronische Kolitis, akute bakterielle Dysenterie, Obstipation, Diarrhoe, Darmparalyse Neurologische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungs- und Stützsystemes: Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie, Facialisparese (Frühstadium, am effektivsten innerhalb 3 bis 6 Monaten), Paresen nach Apoplexia cerebri, periphere Neuropathien, Paresen nach Poliomyelitis (Frühstadium, am effektivsten innerhalb 6 Monaten), Meniere Syndrom, neurogene Blasendysfunktion, Enuresis, Intercostalneuralgie, Cervicobrachialsyndrom, Frozen shoulder, Tennis-Ellbogen, Ischialgie, Lumboischialgie, Osteoarthritis
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